11. bis 14. September 2023
Von Sepp, unserem Fahrer und Begleiter, wurden wir, Nik, Heli, Bernhard und ich, sicher nach Roth kutschiert und starteten von dort um 13:00 Uhr die Forstradtour 2023. Kurz vor dem ersten Labestopp gabs eine erste Steigung, die Bernhard, dem e-bikelosen Jüngling nur kurz zum Schnaufen brachte. In Endorf am Großen Brombachsee war bei herrlichem Wetter einiges los und es dauerte ein Weilchen, bis das Selbstbedienungsrestaurant die Nudelgerichte fertig hatte.
Am frühen Nachmittag erreichten wird Gunzenhausen und somit das Altmühltal, welches wir in der Folge bis zu ihrer Mündung in die Donau bei Kelheim durchradelten. Anfangs war die Altmühl nur ein schmales Rinnsal, entwickelte sich aber bald zu einem netten Bächlein. Beeindruckend waren die immer wieder zu Tage kommenden weißen Jurafelsen an den Flanken beidseits des Tales. Der erste Nächtigungsort war das Hotel Adler in Eichstätt. Die Stadt ist Sitz des gleichnamigen Landkreises sowie der Verwaltung des Naturparks Altmühltal, außerdem Bischofssitz des Bistums Eichstätt und Hauptsitz der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Die im Zuge des Abendessens von Nik vorgebrachte Weißwurstbestellung fand bei der reschen Kellnerin keine Symphatie. „Weißwürscht gibts nur bis Mittags, die dürfen das Zwölfeläuten nicht hören!“ Die Kellnerin hat unseren Test betreffend bayrischer Gepflogenheiten bestanden.
Am zweiten Tag genossen wir weiterhin das Altmühltal, die Temperaturen bewegten sich um die 30 Grad Celsius, einige Pausen waren notwendig. In Kelheim ein kurzer Besuch im Biergarten der Brauerei „Schneider Weiße“, dann gings halbwegs steil durch den Wald bergauf um nach einer rasanten Abfahrt das sehenswerte Benediktinerkloster Weltenburg an der Donau zu erreichen. Die letzten Kilometer bis nach Abensberg führten uns am Rande des mit 2.400 km² größten zusammenhängenden Hopfenanbaugebietes der Welt, der Hallertau, an einigen Hopfenfeldern vorbei. Nächtigung im Altstadthotel Kneitinger, davor Abendessen im Gasthof Jungbräu. Nur des Vergleiches wegen bestellte sich Bernhard, so wie schon zu Mittag, ein Cordon bleu mit Obatzdn.
Tag drei führte uns durch hügeliges Gelände über Rohr in Niederbayern mit einer beeindruckenden Klosterkirche und Rothenburg an der Laaber bis Landhut, wo man im ältesten Wirtshaus der Stadt, dem „Firmer Bräu“, gegr. 1434 eineBiolandente speiste. (Bernhard begnügte sich mit Linsen). Verschlungene Wege führten uns vorbei an Vilsbiburg über Neumarkt/St. Veit ins Rottal. Diesem folgend erreichten wir begleitet von leichtem Nieselregen unseren letzten Nächtigungsort, Eggenfelden. Die freundliche Dame an der Rezeption des Hotel Garni Leitl bemühte sich sehr, uns ein gutes Lokal zu vermitteln, was schließlich mit dem italienischen Restaurant Alice auch gelang. Nach der Pizza samt ausreichend Bier noch ein Eis und als Absacker ein letztes Bier im Gasthaus „Unser Wirtshaus“ und ab ins Bett.
Der letzte Tag unserer Bayerntour ging über Pfarrkirchen nach Bad Birnbach, wo Nik in der Metzgerei Lang endlich zu seiner Weißwurst kam. Gesättigt und zufrieden radelten wir danach an Hunderten aus dem hohen Norden kommenden Gänsen, die hier in den Rottauen Rast hielten, vorbei bis zu unserem Zielort Schärding.









































